Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Wechsel im Rathaus: Hansestadt freut sich über neuen Verkehrsplaner (11.09.2018)

Wechsel im Rathaus: Sebastian Heilmann (l.) löst Michael Thöring als Verkehrsplaner ab. Foto: Hansestadt Lüneburg(sp) Lüneburg. Wie sich Radverkehr und ÖPNV in der Hansestadt Lüneburg weiter verbessern lassen, daran wird künftig Sebastian Heilmann im Rathaus arbeiten. Der 34-jährige Umweltwissenschaftler übernimmt als neuer Verkehrsplaner die Koordinierungsstelle Verkehrsentwicklung aus den Händen von Michael Thöring. Nach 23 Jahren bei der Hansestadt zieht es Thöring nach Berlin, um dort als Verkehrsplaner den Radverkehr in der Hauptstadt voranzubringen.

„Eine irre spannende Herausforderung“, freut sich der 57-Jährige auf seine neue Aufgabe. In einem Team von insgesamt 15 Planern und Ingenieuren wird Thöring in Berlin an der Neuausrichtung des Radverkehrs mitarbeiten.

Sein Nachfolger, Sebastian Heilmann, hat in Lüneburg ebenfalls Großes vor: Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmer, mehr Elektromobilität vor allem im Busverkehr sowie die Zertifizierung Lüneburgs als fahrradfreundliche Kommune – das sind nur einige der Ziele, die der neue Verkehrsplaner auf seiner Agenda hat. „Vor allem aber geht es mir darum, im Dialog mit der Politik und insbesondere mit den Lüneburgerinnen und Lüneburgern daran zu arbeiten, die Maßnahmen unserer neuen Radverkehrsstrategie gut und nachhaltig umzusetzen“, betont Heilmann.

Erfahrungen in den Bereichen Umweltplanung sowie Stadt- und Verkehrsplanung konnte Heilmann in den letzten Jahren an der Leuphana Universität sammeln. Dort war er als Projektplaner und Dozent tätig. Seine Doktorarbeit zu dem Thema "Nachhaltige Raum- und Regionalentwicklung in der Energiewende“ steht kurz vor dem Abschluss.

„Mit Herrn Heilmann haben wir einen neuen Radverkehrsplaner für die Stadt gewonnen, der Lüneburg kennt und sich engagiert für die Belange des Radverkehrs einsetzen wird, ohne dabei den Blick auf die verschiedenen Interessenlagen zu verlieren“, freut sich Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann. „Ich bin mir sicher, dass ihm der konstruktive Dialog mit den verschiedenen Radverkehrsakteuren gelingen wird.“ Mit dem erst kürzlich erstellten neuen Radverkehrskonzept der Hansestadt sei zudem eine solide Grundlage für die weitere Arbeit geschaffen, so der Verkehrsdezernent. „Das verdanken wir auch dem Einsatz und den Ideen von Michael Thöring“, so Moßmann.  

Über zwei Jahrzehnte war Radfahren in Lüneburg Thörings Thema und Herzensangelegenheit. „Ich kenne jeden Bordstein im Stadtgebiet“, sagt Thöring und lacht. Als der Verkehrsplaner bei der Hansestadt anfing, war Radfahren noch ein Randthema. „Der Radverkehrsanteil im Straßenverkehr war gering, der Etat, den wir hatten, war es ebenfalls“, erinnert sich Thöring.

Mehr als 20 Jahre später blickt Thöring auf viele Errungenschaften im Lüneburger Radverkehr zurück: „Der Radverkehrsanteil ist massiv gestiegen, die Zahl der Abstellfläche für Räder haben wir verdoppelt und ein Viertel aller Radwege wurden komplett erneuert.“ Zwar gebe es noch jede Menge Potential, dennoch ist der 57-Jährige optimistisch, dass beim Thema Radfahren auch künftig ein Umdenken stattfinden wird. „Mit dem neuen Radverkehrskonzept sind tolle Ideen erarbeitet worden. Diese müssen jetzt schrittweise umgesetzt werden.“