Pressemitteilungen der Hansestadt Lüneburg

Geringe Teilnahme an Befragung zur Förderschule (07.11.2018)

(sp) Lüneburg. Ob die Johannes-Rabeler-Schule als Förderschule in Lüneburg für einige Jahre verlängert werden soll, diese Entscheidung wollte die Hansestadt Lüneburg unter anderem vom Elternwillen abhängig machen. In einer Umfrage wurden im Oktober daher alle Eltern von Kindern mit dem ausgewiesenen Förderbedarf Lernen, die derzeit die dritte oder vierte Klasse besuchen, gefragt, ob sie ihr Kind nach dem Besuch der Grundschule im Sinne der Inklusion an einer allgemeinbildenden Schule anmelden möchten oder ob sie die Beschulung ihres Kindes an einer Förderschule bevorzugen. Das Ergebnis: Von insgesamt 36 angeschriebenen Eltern nahmen lediglich 16 Eltern an der Umfrage teil. Lediglich 5 Eltern von Kindern mit Förderbedarf "Lernen" der vierten Klassen sowie 3 Eltern der dritten Klassen gaben an, die Förderschule für ihr Kind zu bevorzugen.

Durch die Umfrage werde deutlich, dass die Weiterführung der Johannes-Rabeler-Schule kein von der Mehrheit der Eltern mitgetragenes Vorhaben sei, sagt Lüneburgs Bildungsdezernentin Pia Steinrücke: „Wir gehen davon aus, dass die Beteiligung an der Umfrage sonst sehr viel höher gewesen wäre.“ Die Ergebnisse der Umfrage werden im nächsten Schulausschuss am Dienstag, 4. Dezember detailliert vorgestellt. Anschließend muss der Rat der Stadt Lüneburg entscheiden, wie es weitergeht. „Wir werden dem Rat  empfehlen, die Förderschule - wie ursprünglich geplant - zum Jahre 2022 auslaufen zu lassen“, sagt Steinrücke.

Eine Verlängerung der Förderschule wäre ohnehin nur zeitlich begrenzt möglich gewesen. Denn die Frist auf Auslaufen der Förderschulen wurde zwar verlängert, endet aber dennoch im Jahr 2028. Danach sieht die politische Vorgabe des Landes Niedersachsen vor, dass Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam in allgemeinbildenden Schulen im Sinne der Inklusion unterrichtet werden, um eine Separierung zu vermeiden.