Förderprogramme

Finanzierung des Wohnungsbauprogramms der Hansestadt

Grafik: Hansestadt LüneburgFünf Jahre, neun Millionen Euro, 2100 Wohneinheiten: Das sind die Eckpunkte des Wohnungsbauprogramms, das Lüneburg ab 2016 auflegt. Unter dem Titel „Wohnraum schaffen, Zukunft gestalten – 2100 Wohnungen bis Zwanzig21“ soll die Hansestadt auch in punkto Wohnen fit für die Zukunft werden.

Lüneburg ist eine wachsende Stadt, immer mehr Menschen möchten an der Ilmenau leben. Hinzu kommen auch zahlreiche Flüchtlinge, für die Lüneburg keine Durchgangsstation bleiben wird. Die Nachfrage nach Wohnungen, vor allem auch solchen, die auch mit geringeren Einkommen bezahlbar sind, steigt und somit auch der Druck auf den Wohnungsmarkt. Eine Studie des „GEWOS-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung GmbH“ hat für Lüneburg einen Bedarf von 2100 Wohneinheiten bis zum Jahr 2021 errechnet, und zwar verteilt auf:

  • ein Drittel Einfamilien- und Reihenhäuser,
  • ein Drittel geförderte Mietwohnungen (sozialer Wohnungsbau),
  • ein Drittel frei finanzierter Wohnraum.

Über Bebauungspläne bzw. städtebauliche Verträge soll sichergestellt werden, dass die Quote von mindestens 30 Prozent sozialem Wohnungsbau eingehalten wird (z.B. Am Schützenplatz, ehemals Lucia, oder Am Raderbach in Ebensberg). Um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen, könnte die Hansestadt Lüneburg interessierten Bauträgern Bauland zur Verfügung stellen. Vorstellbar wäre dies in Wienebüttel (Beispiel: 150.000 Quadratmeter, 260 Wohneinheiten verteilt auf 60 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 200 in Mehrfamilienhäusern).

Das Wohnbauprogramm soll auf verschiedenen Säulen fußen: Zum einen möchte die Hansestadt Bauland, das sich im städtischen Besitz befindet – Stichwort Wienebüttel, zu ermäßigten Preisen anbieten. So sinken die Baukosten und damit auch die späteren Mieten. Diese Kaufpreisreduzierung entspräche einem Barwert von 3 Millionen Euro.

Daneben will die Hansestadt Bauherren unter bestimmten Bedingungen Zuschüsse in Aussicht stellen und den Neubau von Wohnungen fördern mit 8000 Euro (für Wohnungen bis 50 qm)  bzw. mit 10.000 Euro (für Wohnungen bis 60 qm) oder 12.000 Euro (für Wohnungen ab 85 qm). Wer die Fördergelder in Anspruch nimmt, akzeptiert damit eine Mietpreisbindung. Die nächsten 20 Jahre muss der Quadratmeterpreis monatlich 50 Cent unter der höchstmöglichen Miete liegen, die das Land noch fördert. Davon unabhängige Mieterhöhungen sollen nur alle vier Jahre möglich sein. Der Fördertopf der Hansestadt für diesen Teil des Wohnbauprogramms soll mit 3 Millionen Euro gefüllt werden.

Mit weiteren 3 Millionen Euro soll die städtische Wohnungsbaugesellschaft LüWoBau (Lüneburger Wohnungsbau GmbH) ausgestattet werden, um die energetische Sanierung des Wohnungsbestands in den Jahren 2016 bis 2018 weiter voran zu treiben. Dadurch sinken die Nebenkosten der Mieten deutlich.

Daneben setzt die Hansestadt auch weiterhin – und auch das ist Teil des Wohnungsbauprogramms – auf die Nachverdichtung bestehender Wohngebiete und die Fortsetzung der Programme der sozialen Städtebauförderung (Kaltenmoor, Weißer Turm).  

Ansprechpartner

Hansestadt Lüneburg

515 Heinz-Joachim Eckhardt +494131 309 - 3756 E-Mail senden

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