Baugebiete

Infos zu den einzelnen Verfahren des Wohnungsbauprogramms

Bebauungsplan Nr. 155 "Digital-Campus"

Der Grüngürtel im Westen der Hansestadt Lüneburg. Grafik: Hansestadt LüneburgDer Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 155 „Digital-Campus“ steht am Mittwoch, 5. Dezember 2018, auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung. Im Westen der Stadt könnte ein nicht störendes/eingeschränktes Gewerbegebiet entwickelt werden, in dem sich Hochtechnologie-Unternehmen wie z.B. die bereits vorhandene 3D-Druck-Firma ansiedeln und vernetzen können. Hierfür soll das bisher als Sonderbaufläche Universität deklarierte Gebiet südwestlich des Kalkbruchsees und im Bereich der ehemaligen Fachhochschule Volgershall umgeplant werden. Im nördlichsten Bereich Richtung Wohngebiet Brockwinkler Weg / ehem. Gärtnerei PKL sind ggf. auch Mischflächen in Verbindung mit Wohnen denkbar. Eine Planzeichnung des möglichen Digital-Campus' befindet sich unter "Dokumente" in der rechten Spalte.

Weitere Wohnbauflächen sollen in Richtung Reppenstedt entwickelt werden. Ziel ist die Bereitstellung von Wohnmöglichkeiten mit kurzen Wegen zu den künftigen Arbeitsstätten im sogenannten „Digital-Campus“. Beachtet werden muss bei der Entwicklung, dass zwischen dem Siedlungsbereich Reppenstedts und dem Lüneburgs ein deutlich wahrnehmbarer, durch unbebaute Landschaftselemente geprägter Grüngürtel (Grüngürtel West) erhalten bleiben soll. Die bestehende Hochspannungsleitung verläuft ebenfalls in diesem Bereich.

Derzeit laufen die ersten Vorüberlegungen zum Konzept. Außerdem gibt es eine erste gutachterliche Voreinschätzung bezüglich der Frisch- und Kaltluftströmungen im Gebiet, die in die derzeit in Arbeit befindlichen Vorentwürfe einfließen werden.

Für die erforderlichen Planungsleistungen und Gutachten ist die Angebotseinholung in Vorbereitung. Außerdem laufen die Abstimmungen mit der Nachbargemeinde Reppenstedt, da dort ebenfalls ein Baugebiet an der gemeinsamen Stadtgrenze geplant ist und entsprechend Synergien genutzt werden sollen.

 

Bebauungsplan Nr. 174 "Am Wienebütteler Weg"

Vorläufige Skizze zum Geltungsbereich mit den angedachten Baufeldern. Grafik: Hansestadt LüneburgDas bislang als Ackerland genutzte Grundstück westlich der Straße Am Wienebütteler Weg ist eine der Flächen, auf denen die Hansestadt Lüneburg bauen möchte, um der Nachfrage gerade auch nach Wohnungen für kleine und mittlere Einkommen nachzukommen. Da es sich um eine städtische Fläche handelt, kann die Hansestadt es ermöglichen, dass dort ausreichend geförderter Mietwohnungsbau entsteht. Von den Flächen, die sich jetzt für das Wohnbauprogramm im Verfahren befinden bzw. für die ein Verfahren starten soll, ist die Fläche Am Wienebütteler Weg die einzige im städtischen Besitz. Der Grüngürtel West liegt außerhalb des Plangebiets.

Die Hansestadt Lüneburg hat im Winter 2016/17 das Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger für den Bebauungsplan "Am Wienebütteler Weg" begonnen.

2017 trafen sich Planer/innen, Anlieger und Interessierte zu zwei Fokusgruppen und einer Planungswerkstatt. Als Ergebnis liegt ein „Bürgergutachten“ vor, in dem die wichtigsten Ideen, Vorschläge und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger aufgeführt sind (Protokolle und Präsentationen siehe "Dokumente" in der rechten Spalte).

Inzwischen wurden die förmlichen (Bauleitplan-)Verfahren eingeleitet und die sogenannte frühzeitige Auslegung durchgeführt. Die Entwürfe der 79. Änderung des Flächennutzungsplans für den Teilbereich „Am Wienebütteler Weg“ und des Bebauungsplans Nr. 174 „Am Wienebütteler Weg“ lagen im Bereich im Bereich Stadtplanung der Hansestadt Lüneburg aus. Die Prüfung der eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach Fertigstellung der Prüfung und der weiteren Gutachten werden die Entwürfe überarbeitet und erneut im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung vorgestellt, um dann in die zweite, sogenannte förmliche Auslegung zu gehen.

 

Bebauungsplan Nr. 169 "Lindenstraße/Ecke Barckhausenstraße“

Im Januar 2017 wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 169 „Lindenstraße/Ecke Barckhausenstraße“ gefasst, als vorhabenbezogener Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren.

Ziel der Planung ist die Entwicklung von überwiegend Wohnbebauung auf einem ehemals durch ein Geschäftshaus mit Bowlingbahn genutztem Grundstück. Geplant ist eine Wohnanlage mit ca. 60 WE und Tiefgarage.

Die frühzeitige Beteiligung hat im Januar/Februar 2018 stattgefunden. Nach dem Abschluss weiterer Untersuchungen, insbesondere zu Schallbelastungen, zur Entwässerung, zum Kleinklima und zu Schattenwürfen ist die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Auch diese Planung soll voraussichtlich 2019 abgeschlossen werden.

 

Bebauungsplan Nr. 163 "Am Schützenplatz" (ehemaliges Lucia-Gelände)

Das Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 163 wurde am 24.5.2016 als beschleunigtes Verfahren und Verfahren zur Innenentwicklung beschlossen.

Das gesamte ehemalige Betriebsgelände soll dabei für gewerbliche Nutzungen und den Wohnungsbau entwickelt werden. Zu Beginn des Verfahrens wurden Architekten-Workshops durchgeführt, deren Ergebnisse wurde im Mai 2016 dem Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung vorgestellt. Ziel der Planung ist es, Flächen als Sondergebiet für den Einzelhandel, für ein Hotel und Wohnbauflächen sowie öffentliche Verkehrsflächen zu entwickeln. Für eine innenstadtnahe Nachverdichtung sollen 80 WE entstehen.

Im Oktober/November 2017 wurden die Pläne zur frühzeitigen Beteiligung öffentlich ausgelegt. Zur Zeit werden umfangreiche Untersuchungen zur Verkehrsführung, zur Schallbelastung, zur Entwässerung, zur Verträglichkeit des Einzelhandels, zu kleinklimatischen Auswirkungen und anderen Aspekten durchgeführt.

Nach Vorlage der Ergebnisse und Überarbeitung der Planunterlagen ist die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit vorgesehen. Die Planung kann danach voraussichtlich 2019 abgeschlossen werden.

Bebauungspläne Nr. 153 I – III "Hanseviertel-Ost"

Städtebaulicher Entwurf des Hanseviertel-Ost. Grafik: Hansestadt LüneburgIm Jahr 2013 wurde ein Aufstellungsbeschluss (VO/5016/13) für den Bebauungsplan Nr. 153 „Hanseviertel-Ost“ für die noch verbleibende Fläche der Schlieffen-Kaserne gefasst, um die dortige Entwicklung (Dritter Abschnitt) anzuschieben.

Für die unterschiedlichen geplanten Nutzungen wurde die Planung in drei Teil-Bebauungspläne gegliedert. Die zwei Bebauungspläne Nr. 153 I und II für die überwiegend neu zu bebauenden Flächen wurden am 23. August 2018 als Satzung beschlossen.

Ziel des Bebauungsplans Nr. 153 I „Hanseviertel-Ost - Wohnen“ ist, die Flächen für eine Nutzung als Wohn- und Mischgebiet vorzubereiten. Hier sollen 700 WE entstehen, davon 210 öffentlich gefördert, sowie Flächen für Baugruppen zur Verfügung gestellt werden.

Der Bebauungsplan Nr. 153/II "Hanseviertel-Ost - Gewerbe" bietet neue Flächen für Gewerbeansiedlungen im schallbelasteten Bereich nahe der Ostumgehung.

Der Bebauungsplan Nr. 153/III "Hanseviertel-Ost - Bleckeder Landstraße" dient zum Erhalt des städtebaulich prägenden Gebäudebestandes an der Bleckeder Landstraße und stellt ergänzende Baumöglichkeiten bereit.

 

Bebauungsplan Ebensberg Nr. 2, 14. Änderung

Im Dezember 2017 wurde die 14. Änderung des Bebauungsplans Nr. 2 „Am Ebensberg“ als Satzung beschlossen (Aufstellungsbeschluss 06/2016). Dem Beschluss ging ein Beteiligungsverfahren mit drei öffentlichen Auslegungen voraus (frühzeitige, förmliche und erneute Auslegung). Mit der Planung soll Nachverdichtung der bestehenden Wohnbebauung im Gebiet östlich der Breslauer Straße bis westlich der Gumbinner Straße (zwischen dem Waldweg im Süden und Am Ebensberg im Norden) erleichtert werden.

Bisher waren die Baumöglichkeiten in zweiter Reihe durch vergleichsweise kleine Baufenster eingeschränkt. Die Baugrenzen wurden daher so vereinfacht, dass die vorderen Baugrenzen entlang der Straßen weitgehend erhalten bleiben, während die hinteren aufgelöst wurden. Zudem wurde das Maß der baulichen Nutzung etwas erhöht und an die Baunutzungsverordnung von 1990 angepasst und es wurden örtliche Bauvorschriften formuliert.